Das mit Farveblind hat alles irgendwann 2015 angefangen. Damals waren die beiden Dänen Jens Asger Lykkeboe Mouritzen und Magnus Pilgaard Grønnebæk aus Aarborg noch richtig jung. Heute sind die beiden immer noch richtig jung, aber was sich in zwei, drei Jährchen so getan hat, ist enorm: Magnus blonde Haare sind ganz schön lang geworden und nebenbei haben sie auch noch Kritiker und Publikum auf dem Spot Festival in Aarhus, dem Roskilde Festival, dem MS Dockville und auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg überzeugt. Und das alles mit nur zwei (!) veröffentlichten Tracks. Mut und Ehrgeiz machen’s möglich!

Mutig sind die beiden Produzenten, was ihr Musik angeht. Ein Farveblind-Set kann zum entspannten mitsingen von poppigen Vocals einladen bevor es dann zur völligen Eskalation auffordert: eine Mischung aus IDM (Intelligent Dance Music), Pop und Techno. „Famos durcheinander“ schreibt Soundkartell. Das macht ihre Musik wahnsinnig spannend und begeistert den Electronica-Nerd genauso wie den R&B-Fan.

Dabei schaffen es Farveblind mit ihrem Sound weit über die Grenzen des kleinen Dänemarks hinaus zu tönen. Kooperationen mit der australischen Sängerin Clea und dem südafrikanischen Sänger Khaya N9 sprechen für sich. Da kommt dann auch der Ehrgeiz ins Spiel. So haben es die beiden doch tatsächlich geschafft Khaya N9 extra für das Spot Festival 2017 für einen Track aus Südafrika einfliegen zu lassen. Hartnäckig sein zahlt sich aus: „This has been the greates f***ing day of our lives!“, ruft Magnus ins Publikum, das nach einer halben Stunde Set nicht mehr an sich halten kann.

Farveblind sind so schön eklektisch unangepasst, so herausfordernd frisch, blind für’s „das haben wir schon immer so gemacht“ und bunt wie zwei Dänen und eine Nacktkatze, die auf Kinosesseln sitzen. Farveblind – da geht noch einiges!

Presskit

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