Milliarden markiert eine Bewegung von dem was vorher war zu dem was jetzt ist. Oder besser gesagt: „Schuldig“ ist, neben all dem Vieldimensionalen, das die Platte ausmacht, auch ein wichtiger Schritt Richtung Selbstbestimmung. Nichts auf dem Album ist manifest. Alles fließt, alles steht zur Disposition. „Schuldig“ ist frei von Moralisieren und Polarisieren. Aber es ist einer Frage auf der Spur, die so alt ist wie das Streben nach der Unschuld: Wer bin ich? „Poch, poch, herein!“ sagt die Stimme am Ende des ersten Songs der neuen Platte. Es ist das Entree ins Album „Schuldig“. Es kann aber auch der Zugang zu dir, zum Ekel vor dir selbst oder zur Selbstakzeptanz sein, den du dir selbst gewährst – nach dem ganzen Koks- und Pillen- und Menschenfleischrausch. Dabei trotzen Milliarden auf „Schuldig dem Höher-Schneller-Weiter-Diktat der Populismus-Branche mit der Hinwendung zu mehr Tiefe, Wahrhaftigkeit und Intensität.

 

Share

191207420_273011941179037_3936448102032482420_n