Dolphin Love

Tour 2026
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Verträumte Soundflächen, die nach Sehnsucht klingen und nach Loslassen, nach Ruhe und nach Leidenschaft – das alles ist Dolphin Love, das alles ist die Welt, die Coco mit seiner Musik baut. Um erst einmal mit dem größten Missverständnis aufzuräumen: Benannt hat Coco sein Musikprojekt nicht nach dem berühmten Song von Connan Mockasin. „Tatsächlich habe ich den Song erst später entdeckt“, erzählt Coco. Nein, den Namen hat eine Bar gestiftet, in der eine Freundin in Sydney arbeitete, das Dolphin Hotel. An dessen Bartresen entstand 2020 Dolphin Love, ein Musikprojekt, das irgendwo zwischen Leichtigkeit und Freiheit, Melancholie und Traumwelt wabert. „Ich hatte richtig Lust, wieder ein eigenes Musikprojekt zu machen“, erinnert sich Coco.

Wieder? Ja: Musik war durchgehend ein Teil von Cocos Leben. „Ich habe immer schon eigene Songs geschrieben“, erzählt er. In seiner Jugend gab es mehrere Bandprojekte, aber trotzdem schraubte er nebenbei auch an einem eigenen Sound. Und als er aufgrund der Reisebeschränkungen der Zeit in Australien festhing, war es irgendwie der richtige Moment all diese Ideen, Skizzen und Gedanken anzugehen, die immer so nebenher schwangen, und sie auszuarbeiten.

Daraus sind mittlerweile ein ganzer Haufen sphärisch schöner Singles und drei umwerfende EPs gewachsen, „999“ (2022), „who speaks your mind“ (2023) und „NOT FROM HERE“ (2025), die neu vermessen, wie schwerelos, wie lässig und psychedelisch verspielt Indiepop klingen kann. Was natürlich auch an den vielfältigen Einflüssen liegen kann, die Cocos musikalischen Wortschatz geprägt haben. „Ich könnte jetzt unzählige Bands aufzählen“, sagt Coco dazu nur. Das können Bands aus Sechzigern und Siebzigern mit ihrem verschrobenen Hippiesound sein oder Bands der 2010er Jahre und ihre Post Wirtschaftskrisenmelancholie wie Foals. Das kann aber auch Tame Impala sein und dessen nostalgischer Future-Sound, die Musiknerds von MGMT oder ein Blood Orange, der aus biographischen Skizzen experimentellem R’n’B erschafft. „Mich hat immer eine Soundwelt inspiriert, die nerdy ist, wo man stundenlang dasitzen kann und an seinen Synthesizern herumschraubt“, erzählt er und lacht. „Wenn da ein Sound drin ist, den ich vorher noch nie so gehört habe, wenn das Musik ist, die für sich steht.“

Und diese Faszination kennt keine Genregrenzen: „In meinem Musikgeschmack durchlebe ich Phasen, mal finde ich Gitarrenmusik und Country supergeil, dann habe ich Lust eine EP zu machen, die aus ganz wenigen Elementen besteht und am nächsten Tag wieder habe ich Lust, einen Song zu schreiben, der richtig auf die Fresse geht. Und dadurch entsteht so accidentally mein Sound, etwas, was sich für mich wahr anfühlt.“

Und wo Dolphin Love draufsteht, ist auch Coco drin, zu 100%, denn er macht alles alleine. Jedes Instrument spielt er selbst, jede Zeile stammt von ihm, sogar Produktion und Mixing macht Coco selbst. „Vielleicht bin ich auch ein bisschen ein Control Freak“, grinst er, „aber besonders jetzt an dem Punkt, an dem das Projekt Dolphin Love steht, will ich auch etwas zeigen, was ganz unverfälscht ich bin.“ Keine Kompromisse. Keine Ablenkung. Kein Mittelmaß.

Die Songs für sein kommendes Debütalbum hat Coco unterwegs aufgenommen, in einem Auto, mit dem er von Hamburg aus nach Portugal gefahren ist. Vocals, Instrumente, alles nahm er unterwegs auf, in Frankreich, Spanien, Portugal. Allein mit der Musik auf einem Roadtrip. Herausgekommen sind Songs wie kleine Aquarellmalereien, in denen Klangelementeineinander verschwimmen und unerwartete Formen annehmen. Songs, die nach Erinnerungen klingen, von denen man sich nicht sicher ist, ob es nicht doch die eigenen sind. Songs, die an Träume erinnern, an die man sich nur schemenhaft nach dem Aufwachen erinnert.

Dolphin Love erzählt von großen Gefühlen und kleinen Momenten, ganz persönlich und irgendwie trotzdem (oder gerade deswegen) universell, von Höhen und Tiefen des Lebens, und vor allem immer wieder von der Schönheit des Moments und der Trauer darüber, dass er vergeht. Dolphin Love, das ist das Gefühl, einem Moment beim Verschwinden zuzuschauen, die Euphorie, die in Vergänglichkeit liegt, und die Landkarte für einen Roadtrip, der nie ganz ankommt.

Presskit

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