Meist ist die Musik, die man schwer zu beschreiben vermag die faszinierendste. ÄTNA vereinen nicht nur Gegensätze sondern lösen diese gänzlich auf und zeigen, dass starke Emotionen und Eklektizismus ganz hervorragend miteinander funktionieren. Der unaufhaltsame Drang hin zur Ganzheitlichkeit vereint Klang und visuelle Ästhetik zu etwas Einzigartigem.

ÄTNA sind Sängerin Inéz und Drummer Demian – und wenn man sich ihrer Musik hingibt, mag man kaum glauben, dass dieser gewaltige und ungewöhnliche Sound von nur zwei Musikern erschaffen wird. ÄTNA generieren eine druckvolle, perkussiv-treibende und düster verdrehte Variante von Pop, die keine Angst vor Artfremden hat. Irgendwo zwischen James Blake, Fever Ray und White Stripes kreieren sie mit abstrakten Beats, minimalistisch eingesetzten Synthesizern und dieser ungezügelten Stimmgewalt etwas, dass es sich in der heutigen Musiklandschaft nur noch selten auffinden lässt, nämlich etwas ganz und gar Eigenes und Frisches.

Auf ihren Konzerten bestimmen Präsenz, Intensität und Kontraste das hypnotische Zusammenspiel. Wer nicht anders kann, möge das alles “Art Pop” taufen, aber das würde ja schon wieder Dinge ausschließen. Und wenn ÄTNA etwas nicht wollen, dann ist es das.

 

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